Daten und Fakten zu Wildunfällen in Deutschland - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Daten und Fakten zu Wildunfällen in Deutschland

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Vorläufige Bilanz des Jagdjahres 2012 / 2013 (April 2012 März 2013)

Verkehrsteilnehmer
• rund 3 000 Verletzte, 20 Tote. Hinzu kommen über eine halbe Milliarde Euro Sachschaden an Fahrzeugen.

Wildtiere
• In der Jagdsaison 2012/2013 ereigneten sich knapp 210 000 Wildunfälle, sieben Prozent mehr als 2011/12. (Vorläufige Werte des DJV anhand von Jagdstatistik-Daten [Fallwild] aus den    Bundesländern. Noch liegen nicht alle Länderdaten vor, daher ist von noch höheren Werten auszugehen.)
• Unter die Räder kamen 180 000 Rehe (plus 5 Prozent), 22 000 Wildschweine (plus 29 Prozent), 4 000 Stück Damwild und 3 000 Stück Rotwild (jeweils plus 11 Prozent).
• Die Dunkelziffer für Wildunfälle wird auf das vier- bis fünffache geschätzt.
• Jedes sechste Reh wird nicht vom Jäger erlegt, sondern stirbt bei Verkehrsunfällen.
• Alle 2,5 Minuten stirbt ein Reh auf Deutschlands Straßen.

Mehr Verkehr, mehr Wildunfälle
• Das Straßennetz in Deutschland ist seit 1950 um 30 Prozent auf 230 000 Kilometer Gesamtlänge gewachsen.
• Im Schnitt gibt es alle 1 000 Kilometer eine Querungshilfe für Wildtiere über Straßen.
• Ab 10 000 Fahrzeugen pro 24 Stunden und Streckenabschnitt (DTV) sind Straßen für die meisten Tiere unüberwindbare Hindernisse – auf Autobahnen fahren pro Tag 48 000 Fahrzeuge, auf Bundesstraßen 9 000.
• Die Verkehrsdichte hat sich seit 1975 vervierfacht, die Zahl der Wildunfälle im selben Zeitraum verfünffacht.

Was kann der Autofahrer tun?
• Tiere kennen weder Verkehrsregeln noch Zeitumstellung. Angepasste Geschwindigkeit ist unerlässlich. Besonders im Wald und an unübersichtlichen Wald-Feld-Rändern: Fuß vom Gas. Bei Tempo 80 statt 100 verkürzt sich der Bremsweg bereits um 35 Meter.
• Besondere Aufmerksamkeit ist in der Dämmerung morgens und abends geboten.
• Im Herbst und im Frühjahr queren viele Wildtiere besonders häufig die Straße.
• Steht Wild an oder auf der Straße: abblenden, kontrolliert abbremsen und hupen; Wild ist im grellen Scheinwerferlicht schnell orientierungslos und reagiert panisch.
• Erscheint Wild unvermittelt vor dem Auto auf der Straße, Lenkrad festhalten und bremsen. Ein kontrollierter Zusammenstoß ist besser als ein unkontrolliertes Ausweichmanöver.    Baumunfälle oder Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr enden schnell tödlich.
• Achtung: Bereits bei 60 Stundenkilometern hat ein Wildschwein das Aufprallgewicht eines Nashorns.


© Kreisjägerschaft Hagen e.V. 2013

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