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Technik für den Jagdalltag nicht tauglich / Ausfall hätte verheerende Folgen
Die Firmen Anschütz und Armatix haben ein neuartiges Biathlon-Sportgewehr mit integriertem Kontrollsystem vorgestellt: Erst wenn dieses in den Sendebereich einer speziellen Armbanduhr gebracht wird, ist es schussbereit, ansonsten deaktiviert. Jetzt wurden theoretische Überlegungen zur Erweiterung für den Jagdeinsatz öffentlich: Jäger und Hunde erhalten Sicherheitschips, die von Gewehren Dritter mit Kontrollsystem erkannt werden. Eine fälschliche Schussabgabe soll so verhindert werden.
Der DJV steht diesen Überlegungen für den Jagdbereich sehr kritisch gegenüber, da ein solches System den wechselnden Anforderungen im Jagdbetrieb nicht gerecht wird. Ein Ausfall oder Blockieren der batteriebetriebenen Technik könnte zum Beispiel bei einer Nachsuche auf Schwarzwild verheerende Folgen haben. Hunde mit Chip, die etwa einen Keiler gestellt haben, könnten zudem die Schussabgabe je nach Reichweite des Senders unmöglich machen.
Für die Jagdausübung sieht der DJV keine sicherheitsrelevanten Lücken, die eine solche Technik nötig machen würden. Wenn die gültigen Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden, so der DJV, ist die Jagdausübung sicher. Ursache für die wenigen schweren Jagdunfälle in Deutschland ist meist grober Leichtsinn, den kein Sicherungssystem verhindern kann.
© Kreisjägerschaft Hagen e.V. 2010