EU-Parlament verschärft das Waffenrecht - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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EU-Parlament verschärft das Waffenrecht

Aktuelles

Die neue Feuerwaffenrichtlinie soll „Sicherheits-Schlupflöcher“ schließen und den Waffenbesitz stärker limitieren.

    
Das Europäische Parlament hat am Dienstag der neuen  Feuerwaffenrichtlinie mit 491 zu 178 Stimmen (bei 28 Enthaltungen)  zugestimmt. Die konservative britische Abgeordnete Vicky Ford sagte, in  den vergangenen 18 Monaten hätten sie und ihre Parlamentskollegen mit  vielen verschiedenen Interessengruppen, Behörden und Rechtsexperten  zusammengearbeitet, um die Interessen der Eigentümer legaler Waffen zu  schützen und zugleich Sicherheitsfragen zu klären. Die jetzt  vereinbarten Änderungen werden aus Fords Sicht ein „wichtiger Beitrag zu  unserer Sicherheit sein“.

Laut einer Pressemitteilung  des EU-Parlaments soll die neue Richtlinie vor allem verhindern, dass  „Waffen in die falschen Hände fallen“ – damit ist der Beschluss eine  direkte Reaktion auf die Terroranschläge der jüngsten Zeit. Die  EU-Mitgliedsstaaten müssen nun bald überprüfen, ob Waffen tatsächlich  unbrauchbar gemacht wurden. Auch halbautomatische Waffen sollen strenger  kontrolliert werden, wenn sie über große Magazine verfügen – konkret:  mehr als 20 Schuss bei halbautomatischen Kurz- und mehr als zehn bei  Langwaffen. Dies betrifft auch automatische Feuerwaffen, die zu  halbautomatischen umgebaut wurden. Einzelpersonen jedoch, die diese  bereits legal besitzen, dürfen es auch weiter – sofern ihr  Mitgliedsstaat es erlaubt.

     
    
Schon vor der Entscheidung des EU-Parlaments hatte die FDP  auf ihrer Facebook-Seite klar Stellung bezogen. „Eine kuriose Koalition  aus Linken und Union will im Europäischen Parlament das Waffenrecht  verschärfen“, schrieben die Liberalen. „Wir halten das für ein  Ablenkungsmanöver. Für mehr Sicherheit brauchen wir mehr Polizisten.“  Dazu verbreitete die FDP ein Zitat ihres Vorsitzenden Christian Lindner:  „Terrorismus bekämpft man nicht, indem man Sportschützen und Jäger  schikaniert.“

Der Gesetzentwurf muss nun formell noch vom  EU-Ministerrat genehmigt werden. Die Mitgliedstaaten haben ab dem  Zeitpunkt des Inkrafttretens der Richtlinie 15 Monate Zeit, um die neuen  Vorschriften in nationales Recht umzusetzen.

14.03.2017
Quelle: Outfox World


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