Jägersprache - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Jägersprache

Brauchtum

Die Verwendung und Pflege der Jägersprache (Waidmannssprache) gehört zum jagdlichen Brauchtum. Sie hat ihren Ursprung zum einen in der exakten Beschreibung von Naturbeobachtungen, Körperteilen und Sinnesäußerungen des Wildes, sowie des jagdlichen Handwerks.

Zum anderen ist sie die Zunftsprache der Jäger, die sich seit dem 12.Jahrhundert immer weiter entwickelt hat. Sie gilt als altes Kulturgut. Die Waidmannssprache klingt oft sogar poetisch, einige Begriffe wurden in die Umgangssprache übernommen.

Jeder verwendet alltägliche Begriffe wie diese:

• auf der Strecke bleiben
• zur Strecke bringen
• durch die Lappen gehen
• die Flinte ins Korn werfen
• jemanden eins hinter die Löffel geben
• von etwas Wind bekommen
• sich an den Hut stecken

Fast 3000 Begriffe gehören zum gebräuchlichen Wortschatz eines Jägers. Nichtjäger verstehen oft nur „Bahnhof“ bei Wörtern wie „schrecken“, „Rosenstock“ oder „Terzel“!

So werden u.a. für das selbe Körperteil bei verschiedenen Wildarten unterschiedliche Bezeichnungen verwendet, die auf Außenstehende verwirrend wirken, z.B. Schwanz = Blume (Hase), Lunte (Fuchs), Pürzel (Wildschwein), Wedel (Reh), Rute (Hund).

Die Jägersprache war nie etwas Starres, sie hat sich laufend verändert. Sie mußte sich auf neue Jagdarten und neue Wildarten einstellen. Die heutige Jägersprache orientiert sich dementsprechend an der modernen Jagdpraxis.

Jäger begrüßen und verabschieden sich gegenseitig mit „Waidmannsheil“. Mit „Waidmannsdank“ antwortet der Jäger, wenn das „Waidmannsheil“ als Glückwunsch zur Beute verwendet wird. Ebenso antwortet der Jäger grundsätzlich mit „Waidmannsdank“ auf das Waidmannsheil eines Nichtjägers.

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