Landesjägertag 2013 mit großer Beteiligung - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Landesjägertag 2013 mit großer Beteiligung

Aktuelles > Archiv


Am 15.06.2013 fand in Münster der diesjährige Landesjägertag statt.

Die Beteiligung von 1100 Jägern war eine überwältigende Demonstration der Geschlossenheit. Das mussten auch Minister Remmel und zahlreiche Abgeordnete des Landtages, u.a. unser Mitglied Ulrich Alda (FDP), zur Kenntnis nehmen.

Der Präsident des Landesjagdverbandes, RA Ralph Müller-Schallenberg, apellierte in einer eindringlichen Rede an alle anwesenden Politiker, bei den die Jäger betreffenden politischen Entscheidungen Augenmaß walten und die Beteiligten an den Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Insbesondere ging er auf die Themen "bleifreie Munition", "Jagdhundeausbildung" sowie "Liste der jagdbare Arten ein". Desweiteren mahnte er einen ausreichenden Zeitraum für Diskussionen bzgl. der Novellierung des Jagdrechtes an und warnte vor politischen Schnellschüssen. Er fragte sich jedoch, warum die Novellierung des Landesjagdgesetzes überhaupt von Nöten sei. „Die Jägerschaft kommt gut damit zurecht und schon deswegen wird jede beabsichtigte Änderung zurecht hinterfragt“, sagte der Präsident.

Der zuständige Minister, Johannes Remmel, betonte in seiner fast 25-minütigen Rede, die Novellierung des Jagdrechtes "stehe nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste". Er wies jedoch darauf hin, dass ein entsprechender Zeitrahmen einzuhalten sei und er im Vorfeld das Gespräch mit allen Beteiligten suchen werde. „Gründlichkeit und Dialog gehen vor Schnelligkeit“, sagte Remmel. Er rechnet mit einem Referentenentwurf bis zum Ende des Jahres. Das neue "ökologische Jagdgesetz" müsse  in der Bevölkerung einen breiten Rückhalt erfahren. Zur Ausbildung der Jagdhunde machte er eine klare Aussage: „Die Ausbildung am Hund muss auf lebende Tiere verzichten.“ Bezüglich der Themen "Fütterung" und "Kirrung" führte er aus, dass die Fütterung in Notzeiten nicht unbedingt zur Disposition stehe. Unterschwellig ließ er jedoch durchblicken, dass "Lockfütterungen" nicht in seinem Sinne seien. Zeiten der Wildfütterung müssten zudem von Zeiten der Jagdausübung getrennt werden. Auch sei zum Beispiel die Liste der jagdbaren Arten zu hinterfragen.
Remmel dankte den Jägern für ihren Einsatz für das Gemeinwohl. „Die Jagd wird in NRW eine gute Zukunft haben“, war sich der Umweltminister sicher.

Die anschließende Mitgliederversammlung verlief harmonisch und alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.



Unser Mitglied Ulrich Alda, MdL, im Gespräch mit RA Ralph Müller-Schallenberg

Foto: Lars Peter Hegenberg

© Kreisjägerschaft Hagen e.V. 2013

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü