Wildtiere kennen keine Sommerzeit - Kreisjägerschaft Hagen e.V.

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Wildtiere kennen keine Sommerzeit

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Mit der Zeitumstellung nimmt die Gefahr von Wildunfällen über Nacht rapide zu. Jetzt ist besonders im ländlichen Straßenverkehr Vorsicht geboten. Die aktuelle DJV-Statistik zeigt: Wildunfälle nehmen leicht zu. Rehe verursachen mehr als 90 Prozent der Kollisionen.

Am kommenden Sonntag (26. März 2017) werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt. Morgendlicher Berufsverkehr und Dämmerung fallen dann für mehrere Wochen zusammen – das Risiko für Wildunfälle steigt erheblich. Denn Reh, Hirsch und Wildschwein folgen weiterhin ihrem natürlichen Rhythmus und sind vor allem in den Morgen- und Abendstunden auf den Läufen. Nach dem Winter sind die Notreserven von Pflanzenfressern aufgebraucht, frisches Grün und Streusalzreste locken besonders Rehe an Straßenränder. Hinzu kommen Revierkämpfe, die jungen Rehböcke werden vertrieben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, in der Dämmerung besonders auf Landstraßen, an Feldern und in Waldgebieten vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren.
Laut aktueller Wildunfallstatistik haben im Jagdjahr 2015/16 (1. April bis 31. März) rund 228.550 Rehe, Hirsche und Wildschweine ihr Leben auf deutschen Straßen gelassen. Seit rund zwei Jahrzehnten bewegt sich diese Zahl auf einem konstant hohen Niveau. Im Vergleich zum Fünf-Jahres-Durchschnitt der Vorjahre haben die Wildunfälle sogar um 4 Prozent zugenommen. Im Jahr zuvor sind die Unfälle allerdings um 5 Prozent zurückgegangen. „Die hohe Zahl der Wildunfälle ist ein Ergebnis des Verkehrsaufkommens, das seit den 1970er Jahren um das 4-fache gestiegen ist“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Professor Jürgen Ellenberger. Ein weiteres Risiko sei die immer weiter sinkende Durchlässigkeit des Verkehrswegenetzes für wandernde Tiere. Das Bundesprogramm Wiedervernetzung müsse deshalb dringend umgesetzt werden.



23. März 2017
Quelle: DJV


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